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Aktuelles im BV Littenweiler

Der traditionelle Neujahrsempfang des Bürgervereins Littenweiler am Sonntag, 05. Januar 2014 eröffnete das Jubiläumsjahr der hundertjährigen Zugehörigkeit Littenweilers zur Stadt Freiburg.

Rede des 1. Vorsitzenden Franz-Jürgen Zeiser zum Neujahrsempfang

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

zum Neujahrsempfang des Bürgervereins Littenweiler darf ich Sie alle sehr herzlich begrüßen und Ihnen und Ihren Familien noch nachträglich ein gutes Neues Jahr wünschen. Erlauben Sie mir, einige prominente Gäste persönlich zu nennen und zu begrüßen.

Sie alle wissen, dass wir in diesem Jahr 2014 auf die hundertjährige Geschichte Littenweilers als Stadtteil von Freiburg zurückblicken. Der Bürgerverein freut sich, mit den Menschen in Littenweiler dieses Jubiläum zu feiern und bietet zu diesem Anlass gemeinsam mit den Vereinen im Stadtteil während des gesamten Jahres ein vielfältiges Programm von Veranstaltungen an. Das Jahr 2014 ist aus heutiger Sicht eigentlich kein Jubiläum zum Feiern, sondern eher zum Trauern; es erinnert uns an die Schüsse von Sarajewo am 28. Juni 1914 und den Beginn des Ersten Weltkrieges am 1. August 1914. Das Jahr 1914 ist das tragische Schicksalsjahr Europas, in dem die europäischen Staaten „wie Schlafwandler in die Katastrophe des Krieges taumelten.“
(Christopher Clark)

Es war eine mutige und zugleich weitsichtige Entscheidung für das kleine Dorf am Eingang des Dreisamtales, die kommunale Selbstständigkeit aufzugeben und sich am 1. Januar 1914 der übermächtigen Stadt Freiburg, die sich unter ihrem Oberbürgermeister Otto Winterer in kurzer Zeit zu einer für damalige Verhältnisse modernen Großstadt entwickelt hatte, anzuschließen. Die Dörfer Haslach, Zähringen und Günterstal hatten diesen bedeutsamen Schritt einige Jahre zuvor schon vollzogen. Ganz selbstlos war die Entscheidung des neunköpfigen Gemeinderats unter Leitung des Bürgermeisters Hermann Kunz deshalb nicht, denn sie war auch mit wichtigen Vorteilen und wesentlichen Verbesserungen der Infrastruktur verbunden: Energie- und Wasserversorgung, Abwasser- und Abfallbeseitigung. Hinzu kam das Versprechen der Stadt, ein neues Schulhaus zu bauen und die städtische Straßenbahn bis nach Littenweiler zu verlängern.

Der Bürgerverein hat die bei ihm eingegangenen schriftlichen Vorschläge und die bei der öffentlichen Anhörung im Hotel Löwen vorgebrachten Wünsche zur Verbesserung der Verkehrssituation in Littenweiler zusammengefasst und an den Baubürgermeister Prof. Dr. Martin Haag übergeben. Damit verbunden ist die Einladung und die Bitte an den Baubürgermeister, bei der Mitgliederversammlung am Freitag, 16. November 2012, Beginn: 20 Uhr, im Bürgersaal zu den Vorschlägen und Wünschen Stellung zu nehmen. Darüber hinaus haben wir den Baubürgermeister gebeten, uns an diesem Abend über den aktuellen Stand der Entwicklung um das Bahnhofsareal zu informieren. Ein weiteres wichtiges Thema des Abends könnten die zur Zeit in Littenweiler an mehreren Stellen auftretenden privaten baulichen Vorhaben sein, die bei vielen Bürgerinnen und Bürgern Befürchtungen einer baulichen Verdichtung in Littenweiler aufkommen lassen.

Trotz sommerlicher Temperaturen waren ca. 60 Mitglieder der Einladung des Bürgervereins Littenweiler zur Mitgliederversammlung gefolgt. In seinem Bericht über die vergangenen zwei Jahre betonte der erste Vorsitzende Franz-Jürgen Zeiser die konstruktive Zusammenarbeit im Vorstand und die verbesserte Öffentlichkeitsarbeit des Vereins. Man habe mit der Erstellung eines neuen Leitbildes nicht nur konzeptionell gearbeitet, sondern bei vielen aktuellen Themen die Interessen des Stadtteils gegenüber der Stadtverwaltung offensiv vertreten. Veranstaltungen wie der Neujahrsempfang, der Weihnachtsmarkt und das Stadtteilfest rund um den Bürgersaal sind zu festen Bestandteilen des Jahresprogramms geworden und werden von der Bevölkerung gern besucht. Die vorbereitenden Planungen für das Jubiläumsjahr 2014 sind bereits angelaufen und der erste Vorsitzende rief die anwesenden Mitglieder dazu auf, mit Anregungen und Ideen den Vorstand bei der Programmgestaltung zu unterstützen. Die Verkehrssituation in Littenweiler und im Freiburger Osten gibt immer wieder Anlass zu vielen Klagen und bewegt seit langem die Gemüter der Anwohner. Deshalb hat der Vorstand des Bürgervereins beschlossen, dieses Thema zum Schwerpunkt der Arbeit in diesem Jahr zu erklären und plant dazu mehrere Veranstaltungen mit dem Ziel, allen Betroffenen zunächst Gelegenheit zu geben, ihre Wünsche und Vorstellungen zur Verbesserung der Situation vorzutragen. Diese werden dann vom Bürgerverein gesammelt, gebündelt und der Stadtverwaltung vorgetragen. Im November soll ein verantwortlicher Vertreter der Stadt zu diesen Vorschlägen Stellung nehmen und mögliche Planungen zur Umsetzung bekannt geben.
Bei den in diesem Jahr anstehenden Wahlen sprachen die Mitglieder dem Vorstand einstimmig das Vertrauen aus: 1. Vorsitzender: Franz-Jürgen Zeiser, 2. Vorsitzender: Martin Kotterer, Kassierer: Wolfgang Allgeier, Schriftführerin: Helga Tries. Als Beisitzer wurden gewählt: Christof Gerlitz, Heinz Graf, Günter Hasenfratz, Ralf Jettke, Ulrike Rotzinger und Astrid Schaffert.